Was ist Karate

Ursprung und Philosophie

Karate ist eine Kampfkunst, deren Ursprünge bis etwa zum Jahr 500 nach Christus zurückreichen. Chinesische Mönche, die keine Waffen tragen durften, entwickelten aus gymnastischen Übungen im Laufe der Zeit eine spezielle Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung. Als Sport ist Karate relativ jung: Erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts entstand in Japan aus der traditionellen Kampfkunst ein Kampfsport mit eigenem Regelwerk.

Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fernöstliche Philosophie wider. Übersetzt bedeutet Karate-Do so viel wie „der Weg der leeren Hand". Im wörtlichen Sinne heißt das: Der Karateka ist waffenlos, seine Hand ist leer. Das „Kara" (leer) ist aber auch ein ethischer Anspruch. Danach soll der Karateka sein Inneres von negativen Gedanken und Gefühlen befreien, um bei allem, was ihm begegnet, angemessen handeln zu können.

Im Training und im Wettkampf wird dieser hohe ethische Anspruch konkret: Nicht Sieg oder Niederlage sind das eigentliche Ziel, sondern die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und äußerste Konzentration. Die Achtung vor dem Gegner steht an oberster Stelle.

Kata und Kumite

Kata

Die Form

Eine festgelegte Folge von Techniken gegen mehrere gedachte Gegner. Die Kata ist das Gedächtnis des Karate: in ihr sind die Techniken über Generationen weitergegeben worden.

Alle 27 Kata im Video

Kumite

Der Kampf

Die Übung mit einem Partner, von festgelegten Abläufen bis zum freien Kampf. Fuß- und Fauststöße werden vor dem Auftreffen abgestoppt.

Kumite im Leistungssport

Sport für Körper und Geist

Im Training und im Wettkampf werden Fuß- und Fauststöße vor dem Auftreffen abgestoppt. Voraussetzung dafür sind Selbstdisziplin, Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Partner und eine gute Körperbeherrschung, die im Kihon, der Grundschule, systematisch aufgebaut wird.

Aufgrund seiner vielseitigen Anforderungen an Körper und Geist ist Karate ideal als Ausgleich zu den Anforderungen des Alltags: Der Karateka trainiert Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Mit Entspannungstechniken, Atemübungen und Meditation steigert er seine Konzentrationsfähigkeit und schult die eigene Körperwahrnehmung.

Moderne und wirksame Selbstverteidigung

Viele Karateka üben ihren Sport aus, um sich im Notfall selbst verteidigen zu können. Und tatsächlich ist Karate eine wirksame und praktikable Verteidigungsart. Kraft und körperliche Statur spielen in der Karate-Selbstverteidigung nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Gelassenheit. Nur wer bei einem Angriff nicht in Panik gerät, kann sich sinnvoll verteidigen.

Deshalb vermitteln spezielle Lehrgänge neben technischen Fertigkeiten auch die psychologischen Bestandteile der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Diese Aspekte machen Karate-Selbstverteidigung besonders für Frauen und Mädchen interessant.

Quelle der Grundlagentexte: Deutscher Karate Verband.

Wie einsteigen Trainingszeiten

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